Kinesiologie

Was ist Kinesiologie?

Kinesiologie heißt wörtlich übersetzt “Lehre von der Bewegung”.

“Kinesiologie ist der Überbegriff für verschiedene Methoden, die mit Hilfe des Muskeltests Stressreaktionen sowie Blockaden in einem System identifizieren und diese mittels einer geeigneten Intervention – auch Balance oder Korrektur genannt – balancieren bzw. auflösen. Das Ziel besteht darin, das Wohlergehen, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit sowie Glücksfähigkeit und damit die Lebensqualität zu verbessern.” (Definition nach Klaus Wienert)

Die Kinesiologie entstand vor ca. 50 Jahren durch den amerikanischen Arzt und Chiropraktiker Dr. George Goodheart. Er und seine Kollegen entdeckten, wie schwache, abgeschaltete Muskeln durch Reflexpunkte wieder gestärkt werden konnten.

Weitere Forschungen zeigten, wie sich der Einfluss der Biochemie (Nahrungsmittel, Stoffwechsel, …), der Meridiane (Energiebahnen nach der chinesischen Philosophie) sowie der Psyche (Emotionen und Gedanken) positiv oder negativ auf das menschliche System auswirkt. All dies lässt sich durch den Muskeltest feststellen.

Aber nicht nur das Finden von Imbalancen und Stress ist wichtig, sondern auch deren Auflösung und die positive Veränderung. Dafür gibt es eine Vielzahl von Techniken, die ein weiteres Kernstück der Kinesiologie darstellen.

Die Kinesiologie geht davon aus, dass der Körper selbst am besten weiß, was ihn stört bzw. blockiert und was ihm gut tut bzw. hilft. Da alle Erfahrungen in unserem zentralen Nervensystem und im Zellgedächtnis gespeichert sind, dient uns der Muskeltest zur Kommunikation mit der Körper-Geist-Seelen-Ebene, um Blockaden aufzuspüren und die beste Möglichkeit zur Auflösung zu finden.

Kinesiologie bietet einen ganzheitlichen Ansatz, der in höchstem Maße auf die Individualität des Menschen, seine eigene Erfahrung und seine persönliche Entwicklung eingeht.

Quelle: Klaus Wienert

Was bedeutet Begleitende Kinesiologie?

Die Begleitende Kinesiologie umfasst ein breites Spektrum an Methoden, die Klienten darin unterstützen, energetische Ungleichgewichte, Störungen bzw. Herausforderungen zu erkennen und auszugleichen bzw. in Balance zu bringen.

Die Begleitende Kinesiologie versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe, sowohl im Bereich der Gesunderhaltung als auch der persönlichen Entwicklung. Sie umfasst damit auch ganzheitliche Lern-, Wachstums- und Entwicklungsförderung. Dabei stehen die eigene Kompetenz und das persönliche Potenzial für verschiedenste Lebensbereiche im Mittelpunkt. Ziel der Begleitenden Kinesiologie ist es, sich selbst besser kennenzulernen, zu entspannen und wieder mehr Wahlmöglichkeiten zu haben.

Im Entwicklungsprozess der Begleitenden Kinesiologie geht es darum, bewusste und unbewusste Informationen in Erkenntnis umzuwandeln und diese bewusst zur persönlichen Entwicklung zu nutzen. Jedem von uns begegnen heute vielfältige Herausforderungen. Diese können unter anderem in den Bereichen Umwelt, Emotion oder Bewegung liegen. In der Kinesiologie drücken wir dieses Verhältnis im Dreieck des Lernens aus: Persönliche Ökologie (Biochemie), Psyche, Struktur.

Die längerfristige Überbetonung einer Seite dieses Dreiecks kann zu Ungleichgewicht oder Blockierung führen. Eine solche Blockade kann eine nicht verarbeitete Situation oder eine in der Gegenwart unangemessene Reaktion sein. Das Körper-Geist-Seele-System sendet Signale, die den Menschen auffordern, in Bewegung zu gehen, fortzuschreiten und sein Handeln zu verändern.

Mit Hilfe der Begleitenden Kinesiologie, durch unterstützendes (Hinter-)Fragen, Informationsaustausch und Klärung sowie durch das Muskelfeedback kann der Klient eine neue Sichtweise entwickeln, ein neues Bezugssystem erstellen, um die bislang nicht genutzte Erfahrung aufzuschlüsseln und zu verwenden.

Quelle: DGAK Deutsche Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie e.V.

Wie funktioniert der Muskeltest?

Unser Körper reagiert auf Stress jeglicher Art. Stress bewirkt unter anderem, dass sich der Muskeltonus verändert. Diese Veränderung wird durch den Muskeltest sicht- und fühlbar.

Ist beispielsweise der Armmuskel des Klienten der Muskel, mit dem getestet wird, übt der Kinesiologe für einen Moment einen leichten Druck auf den Arm aus. Entweder bleibt der Arm im kinesiologischen Sinne stark und “eingerastet” oder er wird für einen Moment weich und nachgiebig. Die jeweilige Muskelreaktion gibt auf diese Weise eine “Antwort” auf die vorher gestellte Frage.

Der Muskeltest kann ebenso im Liegen und beispielsweise am Bein durchgeführt werden.

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“Der Körper ist der Übersetzer
der Seele ins Sichtbare”
(Christian Morgenstern)
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